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Gibt es Irrlichter wirklich ? Ja, es gibt sie wirklich, die fahl blauen bis lila Lichtblitze, die man ganz selten im Moor entdecken kann. Sie kommen auch in vielen Geschichten und Schauermärchen über das Moor vor. Früher sollen sie Wanderer ins Moor und damit in ihr Verderben gelockt haben. Heute weiß man noch immer kaum etwas über diese Lichter, die meist nur wenige Sekunden zu sehen sind. Im Labor konnten diese Lichter bisher nicht imitiert werden. Das Moor ist ein immer mit Wasser getränkter Lebensraum. Abgestorbene Pflanzenreste verrotten also nicht wie normalerweise an der Luft, sondern unter Wasser. Dadurch erfolgt der Abbau ohne das Vorhandensein von Sauerstoff. Unter diesen Bedingungen können normale Bakterien nicht leben, denn sie müssen, wie wir Menschen auch, Sauerstoff atmen. Stattdessen leben hier sogenannte Archea, die auch als Urbakterien bezeichnet werden. Sie können in diesem extremen Lebensraum überleben, denn sie brauchen keine Luft zum Atmen. Sie verwandeln Kohlendioxid (CO 2 ) in einer komplexen Stoffwechselkette zu Methan (CH 4 ) um, welches auch als Moor- oder Sumpfgas bezeichnet wird. Es ist denkbar, dass sich Methan über dem Moor ansammeln kann. Das Verbrennen des Methans würde tatsächlich solch eine Erscheinung möglich machen. Da sich Methan aber erst bei Temperaturen von 500°C von selbst entzündet, benötigt man eine Zündquelle. Ein Blitzschlag wäre eine mögliche Zündquelle, allerdings konnten Forscher noch keinen Zusammenhang zwischen Blitzen und Irrlichtern feststellen bzw. eine andere Zündquelle finden. Andere Wissenschaftler vermuten, dass ein weiteres Gas, nämlich Phosphorwasserstoff PH 3 , sich selbst entzündet und zu diesen Erscheinungen führt. Es ist also bis heute nicht genau geklärt, wie sich Moorlichter bzw. Irrlichter bilden. Die Wissenschaftler stehen immer wieder vor Rätseln, wenn sie alltägliche Phänomene erklären möchten. Nimm es als Anreiz, selbst zu forschen und den Geheimnissen der Natur auf den Grund zu gehen.
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